GA-Sails Cross Wing (2022) – der neue Allrounder im TestFoto: Marius Gugg

WingsGA-Sails Cross Wing (2022) – der neue Allrounder im Test

Manuel Vogel

 4/12/2022, Lesezeit: 3 Minuten

Der GA-Sails Cross Wing geht mit zahlreichen Änderungen an Konstruktion und Griffsystem in die neue Saison. Ob diese Wirkung zeigen, haben wir getestet.

Bereits die erste Version des GA-Sails Cross Wings hatten wir euch in der vergangenen Saison bereits vorgestellt (HIER gibt’s den Test). Das Modell 2022 ist weiterhin als Allrounder für Freeride, Manöver und Ausflüge in die Welle konzipiert, wurde aber im Vergleich zum Vorgänger nochmal deutlich überarbeitet.

An Land:

Der GA-Sails Cross wurde quasi runderneuert. Outline, Profilspannung und Struktur des Wings wurden modifiziert, um dem im Vorjahr recht weichen Wing mehr Steifigkeit zu verpassen. Dünnere Flügelspitzen sollen jetzt für eine geringe Masse in diesen Bereichen und ein besseres Twistverhalten sorgen. Hinzu kommt eine optimierte Anordnung des Fensters, sowie ein zusätzliches Auslassventil an der Mittelstrut, dank dessen der Wing jetzt spürbar schneller entlüftet werden kann. Beim Griffsystem setzt GA-Sails nach wie vor auf enge Handles hinten, vorne wird jetzt ein breiter Griff verbaut, der etwas mehr seitlichen Spielraum erlaubt. Die Griffe selbst fallen jetzt deutlich bequemer aus als beim Vorgängermodell. Das neue Modell 2022 ist in 2,2/2,8/3,5/4,2/5,2 und 6,2qm erhältlich.

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Auf dem Wasser:

Der GA-Sails Cross Wing wirkt beim Anpumpen nach wie vor eher elastisch, dabei aber deutlich straffer als das Vorgängermodell. Trotzdem sollte man den empfohlenen Fülldruck des Wings von 7-8 Psi nicht deutlich unterschreiten. Mit dieser Charakteristik lässt sich der von uns getestete 5,2er Cross vorzüglich anpumpen, er lädt sich dabei gut auf und sorgt für frühes Abheben. Auch bei passiver Fahrweise (ohne Pumpen) entwickelt der Wing viel Leistung. Auf der Geraden liegt der Wing schön ausbalanciert in der Hand, er wird stabil angeströmt und macht es auch weniger geübten Wingsurfern leicht, eine stabile Position auf dem Foil einzunehmen. Der vorne verbreiterte Griff erlaubt jetzt ein seitliches Verschieben der Hände, abhängig von Fahrertyp und Gewicht kann es aber nach wie vor vorkommen, dass man die Hände nicht so positionieren kann, dass man mit komplett gleichmäßigem Zug auf beiden Armen unterwegs ist. Wings, mit breiten Griffschlaufen oder Boom-Systemen haben diesbezüglich Vorteile.

Den GA-Sails Cross Wing haben wir bei unterschiedlichen Bedingungen ausprobiert.Foto: Marius Gugg
Den GA-Sails Cross Wing haben wir bei unterschiedlichen Bedingungen ausprobiert.

In Manövern liegt der neue Cross schön leicht und neutral in der Hand, er pendelt sich gut aus, wenn er nur an der vorderen Griffschlaufe geführt wird. Einzig die sehr locker geschnittene Hinterkante des Wings (”Trailing Edge”) flattert in neutraler Position, z.B. beim Abreiten von Dünungswellen oder beim Auffieren in starken Böen, schonmal spür- und hörbar. Unterm Strich hat uns das Manöverhandling des Wings aber überzeugt – der Cross wirkt jederzeit leicht und agil und lässt sich recht präzise führen. Die schmalen Handles erfordern allerdings etwas genaueres Greifen. Mit einer Spannweite von 335 Zentimetern fällt der Wing zudem kompakt genug aus, um auch mal erste Freestyle-Manöver wie 360s anzugehen.

Größe und Position des Fensters wurden beim GA Cross Wing überarbeitetFoto: Marius Gugg
Größe und Position des Fensters wurden beim GA Cross Wing überarbeitet

GA-Sails Cross Wing 2022 – das Fazit:

Der neue Cross Wing zeigt sich in zahlreichen Details verbessert, behält aber seine gute Allround-Eignung. Er eignet sich sich sowohl zum entspannten Freeriden bei Leichtwind, als auch für Foil-Manöver, erste Freestyle-Tricks und Ausflüge in die Welle.

Einsatzbereich; Anpumpen bei Leichtwind

Hinten schmale Griffe; leichtes Flattern der Trailing Edge