F-one Strike V2 Wing im Test – Leichtgewicht für Freestyle & Welle

WingsF-one Strike V2 Wing im Test – Leichtgewicht für Freestyle & Welle

Manuel Vogel

 4/5/2022, Lesezeit: 4 Minuten

Der F-one Strike V2 Wing gehört zu den leichtesten Wings auf dem Markt. Macht ihn das zur ultimativen Manöver- und Freestyle-Waffe? Im Test verraten wir es dir.

Die französische Marke F-one ist bereits seit 1994 im Kitesurfen aktiv, seit ihrer Gründung wurde das Sortiment sukzessive um SUP-Material und eben Equipment für Wingfoiler erweitert.

An Land:

Der F-one Strike V2 Wing wurde im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich überarbeitet. Ein neues Design der Mittelstrut mit s-förmiger und im Vergleich zum Vorgängermodell etwas dickerer Konstruktion soll Kontrolle und Steifigkeit verbessern, auch die starke Vorspannung des Canopy-Materials dient diesem Zweck. Überarbeitet wurden auch die Größenabstufungen, der neue Strike V2 ist in sieben Größen von 2,5 bis 5,5qm erhältlich.

Mit von uns gemessenen 2,12 Kilo Gewicht gehört der Strike V2 zu den absolut leichtesten Wings auf dem Markt. Erzielt wird dieses geringe Gewicht auch durch eine konsequente Reduzierung aufs Wesentliche: Nur zwei Handles stehen zur Verfügung trotzdem erscheinen die Nahtabdeckungen an der Front Tube und den Wing-Tips absolut solide. Die Front Tube des F-one Strike V2 ist nur im Mittelbereich dick gehalten, läuft dann aber zu den Flügelspitzen schlank aus.

Auch diesen Wing stellen wir euch in einem Clip auf unserem YouTube-Kanal nochmal ausführlich vor. Klickt mal rein!

Auf dem Wasser:

Der F-one Strike V2 liegt bereits beim ersten Dümpeln extrem leicht in der Hand. Bei passiver Fahrweise (ohne Pumpen) dauert es im Vergleich zu anderen Wings auf dem Markt aber etwas länger, bis der F-one genügend Power zum Abheben produziert. Wer jedoch aktiv wird und einige kräftige Pumpzüge investiert, kann das untere Windlimit gehörig drücken. Der Strike V2 wirkt auch in den Händen schwerer Wingsurfer (>85 Kilo) schön straff, wir empfehlen zumindest im unteren und mittleren Windbereich den empfohlenen Fülldruck des Wings (8,0-8,5 Psi) um 0,5 bis 1,0 Psi zu unterschreiten. Dadurch wird der Strike spürbar elastischer und lässt sich deutlich effizienter anpumpen.

Auf ein Fenster wurde aus Gewichtsgründen verzichtet.
Auf ein Fenster wurde aus Gewichtsgründen verzichtet.

Auf der Geraden liegt der Wing jederzeit leicht und extrem agil in der Hand, die Position der Griffe passt gut, lediglich einen Griff in der Mitte würde man sich in manchen Situationen, z.B. beim Starten, wünschen. Bemerkenswert ist die hohe Tuchspannung, der Strike fühlt sich an wie eine bestens ausbalancierte Tragfläche – kein Flattern oder Rütteln stört hier. Bei Leichtwind wirkt der F-one Strike V2 nicht ganz so kraftvoll wie z.B. ein Vayu VVing oder Naish Matador LT, er lädt sich dann nicht so sehr auf und will mit Technik und Einsatz geführt werden. Angepowert stabilisiert er sich dann spürbar, liegt auch in starken Böen straff und ohne Druckpunktwanderungen in der Hand und wird dann richtig schnell.

In Manövern ein Traum – der Strike V2
In Manövern ein Traum – der Strike V2

In Manövern setzt der Strike V2 die Messlatte auf ein neues Level, gefühlt führt man den Wing mit zwei Fingern durch den Wind oder rotiert diesen durch sämtliche Foilmanöver. Dass sich der Strike V2 sehr präzise auspendelt, merkt man z.B. in Halsen oder Wenden, aber auch beim Driften in der Welle. Wer sich auf eine Dünungswelle setzt und den Wing nur an der vorderen Handle führt, vergisst beinahe, dass er überhaupt im Schlepptau ist – so neutral und federleicht schwebt er hinterher. Das überragende Handling kommt einem auch bei ambitionierten Freestyle-Tricks zugute, denn trotz seiner recht großen Spannweite rotiert der F-One Strike V2 absolut spielerisch durch alle Moves.

Guter Topspeed + leichtes Gewicht = ideale Freestyle-Eignung
Guter Topspeed + leichtes Gewicht = ideale Freestyle-Eignung

F-one Strike V2 Wing – das Fazit:

Der F-one Strike hebt die Messlatte bezüglich Leichtigkeit und Neutralität auf ein neues Level und eignet sich dadurch ideal für ambitionierte Freestyler, für sämtliche Foilmanöver und vor allem zum Wingsurfen in der Welle. Nur am untersten Windlimit verlangt der Wing nach einer aktiveren Fahrweise und etwas mehr Technik – das macht ihn für Neueinsteiger nicht ungeeignet, aber eben auch nicht zum Top-Tipp.

Handling, Neutralität, Freestyle

Kein Fenster