Duotone Unit - Allroundwing mit zahlreichen Updates im Test

Manuel Vogel

 · 23.12.2022

Duotone Unit - Allroundwing mit zahlreichen Updates im TestFoto: Fishbowl diaries

Dem Duotone Unit wurde für die Saison 2023 ein umfassendes Update verpasst. Was sich geändert hat und ob der Neue auch besser als sein Vorgängermodell ist, haben wir getestet.

Der Unit geht bereits in die dritte Generation. Erhältlich sind die Größen zwischen 2,0 und 6,5 Quadratmetern in drei Farbcodes. Alternativ dazu wird auch eine “D/Lab” genannte Bauweise aus steifem und sehr leichtem Aluula Material angeboten, die allerdings fast doppelt so teuer ist.

An Land:

Designer Ken Winner hat der neuesten Version des erklärten Allroundwings einige Änderungen verpasst. So wurde das “V” der Fronttube überarbeitet, um den Wing neutraler driften zu lassen. Zusätzlich dazu wird ein anderes Tuchmaterial verwendet, welches steifer und dehnungsärmer sein soll. Folge dessen ist ein um rund 150 Gramm höheres Eigengewicht des Wings. Erhalten blieben der Profilverlauf und die Outline, diese fällt traditionell etwas gestreckter aus als z.B. beim Stallbruder Slick SLS (HIER gibt’s einen Test).

An den Mini Booms lässt sich der Duotone Unit sehr präzise führen Foto: Marius Gugg
An den Mini Booms lässt sich der Duotone Unit sehr präzise führen

Überarbeitet wurde beim Duotone Unit auch die Position der Fenster. Auch wenn diese sehr schmal ausfallen, geben sie aufgrund der veränderten Anordnung jetzt doch etwas mehr Blick nach Lee frei. Die beim Vorgängermodell noch ziemlich indirekte und spartanische Front Handle wurde verändert und ist jetzt deutlich steifer und direkter. Beibehalten hat Duotone hingegen das Griffsystem. An zwei dünnen Mini Booms lässt sich die Griffposition sehr variabel wählen. Einzig auf eine Griffposition im Druckpunkt muss man verzichten, wodurch man den Wing nicht einhändig fliegen kann. Zum Lieferumfang gehört nur die Tasche, keine Leash. Belüftet wird der Wing über das hauseigene Duotone-Ventilsystem. Entlüften lässt sich der Wing sehr schnell, auch dank zusätzlicher Auslassventile an Mittelstrut und Flügelspitze.

Besondere Stärken hat der Duotone Unit beim Driften in der Welle Foto: Marius Gugg
Besondere Stärken hat der Duotone Unit beim Driften in der Welle

Auch diesen Wing stellen wir euch nochmal per Video vor. Klickt gerne mal rein und abonniert unseren YouTube-Kanal.


Auf dem Wasser:

Wir haben den neuen Duotone Unit gegen Wings anderer Marken, aber auch direkt gegen das Vorgängermodell getestet. Beim Angleiten gehörte auch der Vorgänger schon zu den leistungsstärksten Wings, daran hat sich auch beim neuen Modell nichts geändert. Der Wing wirkt insgesamt einen Tick steifer, lässt sich aber nach wie vor hervorragend anpumpen. Im unteren Windbereich kann auch hier der Fülldruck getrost um 0,5 bis 1,0 Psi reduziert werden, dann lädt sich der Unit noch etwas effizienter auf. In der Luft liegt der Wing sehr ausgewogen in der Hand, er vermittelt nach unserem Eindruck jetzt sogar minimal mehr Power auf der hinteren Hand und etwas mehr Flugstabilität. Zum Freeriden, Cruisen und Gas geben ist das von Vorteil. Die Griffposition lässt sich millimetergenau wählen, weshalb man mit gleicher Zugverteilung und überaus entspannt seine Bahnen ziehen kann.

Foto: Marius Gugg

In Manövern war der Unit seit jeher auf Top-Niveau angesiedelt. Auch diese Stärke hat das neue Modell glücklicherweise nicht verloren, wenngleich der nominell etwas leichtere Vorgänger hier mindestens auf Augenhöhe agiert. Sehr direkt und spielerisch lässt sich der Duotone Unit rotieren und durch alle Foilmanöver steuern. Besondere Stärken hat der Unit auch beim Driften. Wenn man sich auf Dünungs- oder Brandungswellen positioniert und den Wing hinterherfliegen lässt, pendelt sich dieser ideal aus und hat keinerlei störendes Eigenleben. Aufgrund der steiferen Front Handle hat man beim Driften jetzt zudem mehr Kontrolle über den Unit. Und zum Freestylen? Auch hier offenbart der Wing keine Schwächen, er rotiert schnell, liegt leicht in der Hand und lässt sich präzise steuern.

Duotone Unit - das Fazit:

Wie der Vorgänger punktet auch der neue Unit als perfekter Allrounder zum Freeriden, Tricksen und Wellenabreiten. Einige kleine Schwächen des Vorgängermodells (z.B. die Front Handle) wurden behoben, ehrlicherweise ist auch das Vorgängermodell (HIER gibt’s einen Test) noch absolut konkurrenzfähig. Im markeninternen Vergleich zum Slick SLS würden wir dem Unit eine deutlich größere Zielgruppe attestieren. Nur wer den Fokus voll auf Freestyle-Tricks legt, bekommt beim Slick SLS noch etwas mehr Potential geboten, muss aber auch mit schlechterer Freeride-Eignung und weniger Neutralität beim Driften in der Welle leben.

Hat auch beim Tricksen keine für uns erkennbaren Schwächen - der Duotone Unit Foto: Marius Gugg
Hat auch beim Tricksen keine für uns erkennbaren Schwächen - der Duotone Unit

Einsatzbereich, Power & Neutralität

Keine Griffposition in der Mitte

Ohne Leash