Prallschutzwesten – Sicherheit und Kälteschutz für Wassersportler

Manuel Vogel

 · 07.03.2022

Prallschutzwesten – Sicherheit und Kälteschutz für WassersportlerFoto: David Mody

Prallschutzwesten gehören bei immer mehr Wingsurfern zur Standardausrüstung. Warum die Impact Vests Sinn machen kann und worauf man beim Kauf achten sollte, erfährst du hier.

Prallschutzwesten werden für Sportarten wie Windsurfen, Wakeboarden, Kiten und Wingsurfen von vielen Herstellern angeboten. Ob man die Westen zum Wingen wirklich braucht, welche Modelle sinnvoll sind und welchen Zusatznutzen eine Prallschutzweste noch bieten kann, zeigen wir dir im Folgenden:

Welche Prallschutzwesten machen Sinn?

Hauptaufgabe von Prallschutzwesten ist – wer hätte es gedacht – den Körper bei unsanften Einschlägen zu schützen. Generell gibt es verschiedene Varianten auf dem Markt: Westen mit und ohne Reißverschluss sowie mit unterschiedlicher Polsterung. Prallschutzwesten, bei die im kompletten Rumpfbereich gepolstert sind, werden als “full padded” bezeichnet. Westen, bei denen sich die Polsterung auf den oberen Rumpfbereich beschränkt werden oft unter dem Label “half padded” vermarktet. Die Preisspanne bewegt sich, je nach Modell und Hersteller, zwischen 80 und 150 Euro.

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Unser Tipp: Wählt eine Weste mit Reißverschluss, diese lässt sich leichter an- und ausziehen. Die Weste sollten stramm am Körper anliegen, damit sie bei Stürzen nicht hochrutscht. Zum Wingsurfen sind Prallschutzwesten mit kompletter Polsterung (”full padded”) ideal, da auch Bauch und unterer Rücken geschützt sind – egal ob gegen harte Einschläge auf dem Wasser, oder gegen das scharfe Foil. Halbgepolsterte Westen (”half padded”) machen vor allem dann Sinn, wenn man seine Prallschutzweste mit einer Hüftleash kombinieren möchte oder auch mal mit einem Trapez aufs Wasser will. Beim Wingen sind Trapeze bisher eher eine Randerscheinung, beim Windsurfen und Kiten natürlich längst Standard.

Tipps und einen Erfahrungsbericht zum Wingfoilen mit Trapez findest du HIER.

Bei der "full padded" Prallschutzweste reicht die Polsterung bis nach unten

Zusatznutzen im Winter

Zusätzlich zur Schutzfunktion bieten Prallschutzwesten in der kalten Jahreszeit einen enormen Zusatznutzen in punkto Wärmeisolierung und das, ohne die Bewegungsfreiheit spürbar einzuschränken. Unabhängig vom verwendeten Neoprenanzug kann man mit Weste die persönliche Schmerzgrenze nochmal ein paar Grad drücken – probiert es aus!

Prallschutzwesten bieten beim Surfen im Winter zusätzlichen KälteschutzFoto: Marius Gugg
Prallschutzwesten bieten beim Surfen im Winter zusätzlichen Kälteschutz

WING-Fazit:

Impact Vests machen zum Wingsurfen auf jeden Fall Sinn, vor allem für Surfer*innen, die Freestylen und Springen möchten. Da unsanfter Foilkontakt aber unabhängig von der Disziplin vorkommen kann, machen Prallschutzwesten auch zum Freeriden und in der Welle absolut Sinn. Der Zusatznutzen im Winter ist ebenfalls enorm.

Wichtiger Hinweis: Auch wenn Impact Vests etwas Auftrieb bieten, sind diese in den meisten Fällen nicht als “Schwimmwesten” zugelassen. An Spots, wo Schwimmwesten gesetzlich vorgeschrieben sind (z.B. am Nordteil des Gardasees), kann man damit im Fall der Fälle Probleme bekommen.