Wave-Wing mit Flachwasser-Eignung? Der Seaflight Surf Wing im TestFoto: Marius Gugg

ProdukteWave-Wing mit Flachwasser-Eignung? Der Seaflight Surf Wing im Test

Manuel Vogel

 12/3/2021, Lesezeit: 3 Minuten

Der Seaflight Surf Wing soll vor allem zum Wingfoilen in der Welle funktionieren. Wir haben das recht preiswerte Modell bei unseren Testfahrten aber auch mal ins Flachwasser entführt und verraten euch, wo die Stärken und Schwächen liegen.

Der Seaflight Surf Wing an Land:

Die Marke Seaflight wird über Norden Surfboards vertrieben (HIER geht’s zum Onlineshop), der Surf Wing ist, laut Hersteller, als Allrounder mit Fokus auf den Einsatz in der Welle optimiert. Verfügbar ist das Modell in vier Größen von drei bis sechs Quadratmetern. Mit einen Verkaufspreis von 719 Euro gehört unsere Testgröße (5.0 qm) zu den preiswerteren Modellen auf dem Markt. Positiv ist, dass man das dem Wing im Bezug auf die Ausstattung nicht anmerkt: Zum Lieferumfang gehören Rucksack und eine passende Leash, die übrigen Features des Wings – solide abgedeckte Nähte und gut verstärkte Wingtips – können sich ebenfalls sehen lassen. Auffällig ist die lange Mittelstrut, die Wingtips selbst sind hingegen schlank designt und die Spannweite fällt mit rund 324 Zentimetern ziemlich kompakt aus. Die Fenster sind klein, erlauben aber zumindest einen schnellen Blick nach Lee vor dem Einleiten des Manövers und sind ein Zugeständnis ans Packmaß, welches vergleichsweise klein ausfällt.

Schmale Wingtips und eine lange Mittelstrut – markante Features beim Seaflight Surf WingFoto: Marius Gugg
Schmale Wingtips und eine lange Mittelstrut – markante Features beim Seaflight Surf Wing

Mit maximal 6psi Druck wird der Wing befüllt, weil der Verbindungsschlauch zwischen Strut und Fronttube dünn ausfällt, erfolgt der Druckausgleich beim Aufpumpen etwas verzögert. Dafür sorgen zwei Ventile an Fronttube und Strut für ein sehr schnelles Entlüften nach der Session. An der Mittelstrut befinden sich drei Griffe, die recht breit ausfallen, dafür aber stramm angenäht sind – ähnlich wie auch beim Ensis Score Wing der Fall (Zum Test).

Auch den Seaflight Surf Wing stellen wir euch ausführlich auf unserem YouTube-Kanal vor. Klickt mal rein!

Auf dem Wasser:

Der Seaflight Wing vermittelt mit seinen recht stramm angenähten Handles einen direkten Kontakt und lässt sich – auch wenn er unterm Strich nicht zu den absoluten Kraftpaketen gehört – bei Leichtwind sehr schön anpumpen. Sehr positiv fällt dabei auf, dass der Wing aufgrund seiner schlanken Flügelspitzen kaum das Problem hat, dass die Wingtips im Wasser hängen bleiben. Auf der Geraden liegt der Seaflight Surf Wing im normalen Windbereich absolut ausbalanciert und ruhig in der Hand. In den breiten Griffen kann man seine Position noch seitlich verändern und dadurch meist eine passende Position mit gleichmäßigem Zug auf beiden Händen einnehmen. Erst in starken Böen wird der Wing dann etwas unruhiger und unsere schweren Tester (>85 Kilo) hätten sich manchmal fast eine noch etwas weiter hinten liegende Griffposition gewünscht.

Die Fenster beim Seaflight Surf Wing sind klein, erlauben aber trotzdem einen schnellen Blick nach LeeFoto: Marius Gugg
Die Fenster beim Seaflight Surf Wing sind klein, erlauben aber trotzdem einen schnellen Blick nach Lee

Absolut überzeugt hat uns der Wing in Manövern, hier spielt er sein leichtes Handling und ein hohes Maß an Neutralität aus – egal, ob man noch an der Halse übt, oder schon durch 360s und andere Freestyle-Tricks rotiert. Die angesprochene Neutralität sorgt auch auf der Welle dafür, dass man den Wing ohne störendes Eigenleben wunderbar driften lassen kann und nur übers Foil seine Spur auf lange Dünungswellen zieht.

Dünungswellen surft man mit dem neutralen Wing überdurchschnittlich entspanntFoto: Marius Gugg
Dünungswellen surft man mit dem neutralen Wing überdurchschnittlich entspannt

WING-Fazit:

Der Seaflight Surf Wing überzeugt als recht preiswerter Wing mit einem großen Einsatzbereich, vor allem bei Leicht- und Mittelwind. Seine Lieblingsspielplatz ist die Welle, trotzdem eignet er sich sowohl zum entspannten Freeriden und auch für erste Freestyle-Moves nahezu uneingeschränkt.

Neutrales Handling; Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Kontrolle in starken Böen