Test: RRD Wind Wing 5,0Foto: Marius Gugg

ProdukteTest: RRD Wind Wing 5,0

Manuel Vogel 

26.5.2021, Lesezeit: 3 Minuten

Die Marke RRD ist in zahlreichen Wassersportarten wie Kiten, Windsurfen und natürlich längst auch im Wingsurfen aktiv. Der Wind Wing soll als Allrounder eine möglichst große Zielgruppe vom Einsteiger bis zum Freestyle-Crack ansprechen. Wir haben den Wing ausgiebig getestet und verraten euch, ob dieser die hoch gesteckten Ziele erreichen kann.

An Land:

Das Modell Wind Wing ist in fünf Größen von drei bis sieben Quadratmetern erhältlich. Die kleinen Größen mit drei und vier Quadratmetern sollen bezüglich ihres Profilverlaufs auf Kontrolle optimiert worden sein – mit flacherem Profilverlauf. Die Größen mit fünf bis sieben Quadratmetern wurden laut Hersteller mit dickerer Front Tube und entsprechender Profilierung auf bessere Leistung bei Leichtwind optimiert. Mit 989 Euro liegt der RRD Wind Wing im oberen Preissegment – das weckt natürlich eine gewisse Erwartungshaltung an die Ausstattung. Diese wird allerdings komplett erfüllt: Solide Patches schützen die Wingtips und die Nähte an der robust und steif wirkenden Front Tube. Das Fenster fällt groß aus – wie immer gilt hier: Beim Einrollen nicht übers Fenster falten, sondern darunter! Die fünf Handles sind ausreichend fest gepolstert und sind weder auffallend breit, noch besonders eng – insgesamt bieten sie eine gute Mischung aus direkten Wing-Kontakt und genügend Platz, um in Manövern zielsicher umzugreifen. Die Mittelstrut ist über zwei Verbindungsschläuche mit der Front Tube verbunden und besitzt ein zusätzliches Ventil – das Entlüften geht beim Wind Wing somit erfreulich schnell vonstatten.

Wie immer stellen wir dir die Test-Wings nochmal in einem Produktclip vor. Klick mal rein!

Auf dem Wasser:

Dass die Front Tube des RRD Wind Wing im Mittelbereich ziemlich dick konstruiert wurde, macht sich beim Anpumpen positiv bemerkbar, denn der Wing liegt dadurch, auch wenn schwere Surfer (>85 Kilo) an den Handles ziehen, erfreulich direkt und steif in der Hand. Bei passiver Fahrweise ohne Pumpen spielt er nicht ganz in der Liga der extremen Kraftpakete wie Vayu VVing oder SIC Raptor, zieht aber trotzdem überzeugend los – mit entsprechender Pumptechnik kann man das Windlimit ohnehin noch gehörig drücken. Auf der Geraden liegt der RRD Wind Wing wunderbar ausbalanciert in den Händen, die Position der Handles passt nach unserem Empfinden gut, was sich in einer gleichmäßigen Zugverteilung auf beiden Armen niederschlägt. Mit gemessenen 2,76 Kilo gehört der Wind Wing nicht zu den absoluten Federgewichten und wirkt dadurch nicht ganz so spielerisch wie z.B. ein Slingshot Slingwing oder Naish Wing-Surfer. Eine große Stärke des RRD Wind Wing ist allerdings, dass dieser auch bei starken Böen nicht schwammig oder unkontrolliert wird, er erweist sich über alle Windbereiche als struktursteif, straff abgestimmt und überaus druckpunktstabil. Mit 3,15 Metern Spannweite gehört der Wing im Vergleich eher zu den kompakteren Wings – ein Vorteil bei Rotationen, egal ob in Manövern oder bei Sprüngen. Weil der RRD Wind Wing auf der Welle auch überaus neutral und komplett ohne störendes Eigenleben hinterher driftet, kann der Wing das gesteckte Ziel eines guten Allrounders in der Tat erfüllen.

RRD Wind WingFoto: Marius Gugg
RRD Wind Wing
RRD Wind WingFoto: Marius Gugg
RRD Wind Wing

Fazit:

Abgesehen vom etwas höheren Gewicht gibt sich der RRD Wind Wing keine Blöße und überzeugt als bestens ausgestatteter Alleskönner mit einer super Mischung aus Power, Kontrolle und kompakten Maßen sowohl Einsteiger, als auch ambitionierte Trickser und Waver.

Driften, Kontrolle, Ausstattung

Preis