Test: Airush FreeWing V2Foto: Marius Gugg

ProdukteTest: Airush FreeWing V2

Manuel Vogel 

29.4.2021, Lesezeit: 3 Minuten

Der FreeWing V2 ist das Update des FreeWing V1 und basiert auf einer Kooperation zwischen Starboard Windsurfing und Airush Kiteboarding. Der V2 hat im Vergleich zum Vorgängermodell massive Veränderungen erfahren – wir haben getestet, wie sich diese bemerkbar machen.

An Land:

Wichtigste Änderungen sind eine veränderte Geometrie der Front Tube sowie eine im vorderen Bereich dickere und insgesamt kürzere Strut. Diese sollen den Wing steifer machen und dafür sorgen, dass sich dieser beim Anpumpen nicht verzieht. Erhältlich ist der FreeWing in Größen von zwei bis acht Quadratmetern, die Preise belaufen sich, abhängig von der Größe, auf 759 bis 1049 Euro. Unsere Testgröße mit 5.0qm hing mit 2,76 Kilo an der Waage. Ebenfalls modifiziert wurde das Fenster, welches zwar recht schmal ist, aber durch seine lang gezogene Form einen guten Blick zur Wasseroberfläche erlaubt und das Packmaß nicht einschränkt. Die Größen von 6-8qm sind zusätzlich mit Heckfenstern ausgestattet. Auch die übrige Ausstattung fällt überdurchschnittlich wertig aus: Reißfeste Kevlarfäden in den Stresszonen und solide verstärkte Wingtips lassen auf eine lange Lebensdauer hoffen. Ein zusätzliches Ventil an der Strut dient zum schnellen Entlüften des Wings. Die Handles fallen insgesamt recht schmal aus, wer große Hände hat oder in der kalten Jahreszeit mit Handschuhen surft, muss in Manövern schon sehr genau greifen.

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Auf dem Wasser:

Ähnlich wie der Naish Wing-Surfer wirkt auch der Airush FreeWing sehr kompakt und vermittelt bereits beim Anfahren ein leichtes, agiles Handling. Auch der FreeWing V2 gehört nicht zu den absoluten Dampfhammern wenn man nur passiv am Wing hängt und wartet, bis man endlich abhebt. Wer sich aber für einige Pumpzüge nicht zu schade ist, wird auch beim Airush schnell mit genügend Power belohnt. Gut gefallen hat uns beim Pumpen, dass sich der Airush FreeWing V2 überaus straff anfühlt und auch in den Händen schwerer Fahrer (>90 Kilo) nie dazu neigt, zu weich oder gar sackig zu wirken. Im Vergleich zum Vorgängermodell V1 hat sich die Kontrolle spürbar verbessert – das liegt einerseits an der verbesserten Positionierung der Handles, die jetzt eine gleichmäßige Zugverteilung auf beiden Armen ermöglichen, andererseits aber auch am straffen Fahrgefühl. Dank der Fenster kann man vor dem Einleiten der Halse gut den freien Raum checken, besonders für Anfänger ist das ein großes Sicherheits-Plus. Abgesehen davon, dass die schmalen Handles wenig Spielraum für Fehlgriffe bieten, überzeugt das Manöverhandling auf ganzer Linie. Dank der kompakten Spannweite rotiert der Airush sehr flink, liegt stets leicht in der Hand und driftet bei Bedarf auch neutral und ohne größeres Eigenleben hinterher.

Airush FreeWing V2Foto: Marius Gugg
Airush FreeWing V2
Airush FreeWing V2Foto: Marius Gugg
Airush FreeWing V2

Fazit:

Der Airush FreeWing V2 überzeugt mit einem großen Einsatzbereich und bietet sowohl Einsteigern als auch Cracks eine gelungene Mischung aus ordentlicher Leistung, guter Kontrolle und überdurchschnittlich leichtem Handling in Manövern und bei Sprüngen. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist der FreeWing V2 ein spürbarer Schritt nach vorne.

Handling, Ausstattung

Handles sehr schmal