SUPen, Wingsurfen, Windfoilen – das JP Foil Slate im Test

ProdukteSUPen, Wingsurfen, Windfoilen – das JP Foil Slate im Test

Manuel Vogel 

27.8.2021, Lesezeit: 3 Minuten

JP-Australia rüstet das SUP-Board Foil Slate für den Einsatz zum Windsurf- und Wingfoilen auf. Wir haben das Crossoverboard in allen drei Disziplinen getestet und verraten euch, wo die Stärken und Schwächen des Bretts liegen.

Das JP Foil Slate an Land:

Das Crossoverboard JP Foil Slate enstammt dem SUP-Surfen und wurde mit Schlaufenplugs und einer Doppelschiene für den Windsurf-Foileinsatz sowie zum Wingfoilen aufgerüstet. Mit 9,3 Kilo Gewicht liegt es im normalen Bereich für solche Boards. Legt man Wingfoil-Maßstäbe an, ist die Länge von 248 Zentimetern natürlich sehr üppig, die Maße resultieren vor allem aus dem Anspruch, ein gutes Wave-SUP zu bekommen, welches easy angepaddelt werden kann – dafür ist eine entsprechende Länge nötig. Auch die vergleichsweise dünnen Kanten und die Volumenverteilung mit schlankem Heck unterscheiden sich grundlegend von reinen Foilboards. Schlaufen lassen beim Foil Slate nur fürs Windsurf-Foilen montieren, angeboten wird hier eine gemäßigte Freeride-Position, die auch für Foil-Novizen gut zugänglich ist. Zum Wingsurfen sind keine Schlaufen vorgesehen – man surft hier strapless.

JP Foil Slate
JP Foil Slate
Der Shape wurde primär für den SUP- Einsatz optimiert
Der Shape wurde primär für den SUP- Einsatz optimiert
Das Crossoverboard besitzt eine Doppelschiene zur Foil-Montage und Boxen für die FCS-Finnen
Das Crossoverboard besitzt eine Doppelschiene zur Foil-Montage und Boxen für die FCS-Finnen
JP Foil Slate
JP Foil Slate
Der Shape wurde primär für den SUP- Einsatz optimiert
Der Shape wurde primär für den SUP- Einsatz optimiert
Der Shape wurde primär für den SUP- Einsatz optimiert
Das Crossoverboard besitzt eine Doppelschiene zur Foil-Montage und Boxen für die FCS-Finnen
JP Foil Slate

Dreifaltigkeit? Das JP Foil Slate auf dem Wasser

Wir haben das JP-Crossoverboard mit dem Starboard Waterman-Package Foil ausprobiert. Aufgrund der Länge kommt das Brett auch bei passiver Fahrweise gut auf Abhebegeschwindigkeit. Das alles allerdings ohne Schlaufenkontakt, denn diese sind fürs Wingfoilen schlicht nicht vorgesehen. Wer das Wingfoilen lernen will, tut das auf diesem Board mit reichlich Volumen und hoher Kippstabilität sehr easy und entspannt. In der Luft fühlt sich das Board erwartungsgemäß weniger kompakt an, als reine Wingboards, trotzdem sind entspannte Rundflüge möglich, ohne, dass das Brett zu viel störendes Eigenleben entwickeln würde. Gefoilte Halsen werden ohne Schlaufen dann allerdings anspruchsvoller, da der direkte Kontakt zum Brett fehlt.

Zweiter Test: Foil zurück, Schlaufen montiert – das JP-Crossoverboard mutiert damit zum genüsslichen Windsurf-Foilboard. Ebenfalls mit dem Starboard Supercruiser Foil passten die Schlaufenpositionen zum verwendeten 5,3er Segel perfekt, mit einem etwas sportlicheren Indiana-Windsurffoil harmonierte es ebenfalls gut. Das Board lässt sich dann leicht ankanten, wirkt agil und leichtfüßig, trotz der für ein Foilboard eigentlich recht üppigen Länge. Wenden sind so überhaupt kein Problem und mit der deutlichen Aufbiegung vorne verlaufen auch „Abstürze“ beim Foilen recht glimpflich.

Beim SUPen in der Welle ist das JP Foil Slate in seinem Element, erfordert aber auch Übung
Beim SUPen in der Welle ist das JP Foil Slate in seinem Element, erfordert aber auch Übung
Beim SUPen in der Welle ist das JP Foil Slate in seinem Element, erfordert aber auch Übung
Beim SUPen in der Welle ist das JP Foil Slate in seinem Element, erfordert aber auch Übung

Die Parade-Disziplin des Slate bleibt das SUP-Surfen. Mit drei kleinen Finnen bestückt, beschleunigt der flach gehaltene Shape auch auf kleineren Wellen sehr gut. Beim Rauspaddeln liegt das Board kippstabil im Wasser, genau so wie beim Turn gegen die Welle vor dem Anpaddeln. Mit wenig Druck lässt es sich in den Turn leiten, richtige Bottom Turns und Cut Backs sind mit dem Foil Slate gut machbar – passende Wellen und entsprechendes Fahrkönnen vorausgesetzt.

Fazit:

Das Crossoverboard JP Foil Slate ist top als Wave-SUP für ambitionierte Paddler, dazu ein geeigneter Cruiser zum Windsurf-Foilen mit gemäßigten Freeridefoils bestückt. Zum Wingsurfen eignet sich das Crossoverboard allerdings eher zum Reinschnuppern und vor allem in Kombination mit weniger auf Speed getrimmten Cruiserfoils. Für gefoilte Manöver wären Schlaufen hilfreich, für Sprünge und Tricks sind die Maße dann ohnehin zu sperrig.

Easy für Wingfoil-Einsteiger; Für 3 Disziplinen nutzbar

Maße zum ambitionierten Wingfoilen zu sperrig

Wingfoilen nur ohne Schlaufen

Weitere Tests von Crossoverboards zum Wingen, Windsurf-Foilen und SUPen findest du HIER