Der Slingshot Slingwing V2 im TestFoto: Marius Gugg

ProdukteDer Slingshot Slingwing V2 im Test

Manuel Vogel 

17.5.2021, Lesezeit: 3 Minuten

Der Slingshot Slingwing V2 der amerikanischen Marke ist als Wingsurf-Allrounder konzipiert und fällt an der Waage mit einem sehr geringen Gewicht auf. Ob sich dieses auch auf dem Wasser bemerkbar macht und welche Schattenseiten das Konzept hat, erfahrt ihr im Test.

Der Slingshot Slingwing V2 an Land:

Der Slingwing geht als Allrounder ins Rennen und soll sowohl für Wing-Einsteiger, Trickser und den Einsatz in der Welle geeignet sein. Mit 3,37 Meter Spannweite fällt der Slingwing V2 gemäßigt kompakt aus – möglich macht’s ein sichtbarer Knick in der vergleichsweise dünnen Front Tube. Die Wingtips sind solide gegen Abrieb geschützt, ein zusätzliches Ventil an der Tube beschleunigt das Entlüften. Trotz augenscheinlich solider Ausstattung überrascht der Slingshot Slingwing V2 mit rekordverdächtig niedrigem Gewicht an der Waage – ein Grund dürfte auch sein, dass auf ein Fenster verzichtet wurde. Die ursprünglich sehr schmalen Handles wurden in der laufenden Serie etwas verbreitert und bieten jetzt eine gute Mischung aus direktem Wing-Kontakt und trotzdem ausreichend Platz, um in Manövern treffsicher umzugreifen. Wer mit Trapez Wingen möchte, dem bietet der Slingwing die Möglichkeit, die Tampen an der Strut zu montieren.

Wie gewohnt stellen wir euch auch die Stärken und Schwächen dieses Wings noch im Rahmen eines kurzen Video-Clips vor:

So fährt der Slingshot Slingwing V2 auf dem Wasser:

Schon auf den ersten Metern bestätigt der Slingshot Slingwing V2 den leichten Eindruck, der Wing liegt federleicht und agil in der Hand. Wer nur passiv und ohne zu Pumpen an Deck steht, kommt etwas verzögert ins Fliegen, denn der Slingwing gehört nicht zu den absoluten Kraftpaketen. Wie üblich lässt sich aber mit entsprechender Pumparbeit die Schwelle zum Abheben gehörig drücken. Besonders beim Anpumpen merkt man jedoch deutlich, dass der Wing eine vergleichsweise dünne Front Tube besitzt und daher bei kräftigen Pumpzügen etwas weicher und weniger direkt wirkt als so manches Konkurrenzprodukt. Leichte Surfer/-innen (<80 Kilo) müssen sich daran nicht stören, schwerere Brocken würden sich mitunter ein direkteres Fahrverhalten wünschen.

Slingshot Slingwing V2Foto: Marius Gugg
Slingshot Slingwing V2
Slingshot Slingwing V2Foto: Marius Gugg
Slingshot Slingwing V2

Einmal abgehoben kommen die Stärken des Wings aber uneingeschränkt zum Tragen: Der Wing liegt wunderbar leicht in der Hand, die Zugverteilung erscheint sehr ausgewogen und die Positionen der Handles passen durchweg gut – entspanntes und kraftloses Wingen ist die Folge. Das geringe Eigengewicht und die kompakten Maße schlagen sich in überragendem Handling wieder – egal ob man den Wing in der Halse rotieren lässt, oder durch 360s wirbelt. Auch die Neutralität beim Driften ist auf höchstem Niveau – beim Wellenabreiten fliegt der Slingwing stets maximal ausbalanciert und easy hinterher.

Fazit:

Der Slingshot Slingwing V2 überzeugt als extrem leichter, handlicher und überaus agiler Wing vor allem leichte Fahrer/-innen bis 80 Kilo. Der Zielgruppe fällt erfreulich groß aus und reicht von Einsteigern, über Freestyler bis hin zu Wave-Fans. Einzig schweren Brocken (>85 Kilo) dürfte der Wing etwas zu weich ausfallen.

Ausstattung, Neutralität, Handling & Gewicht

Eignung für schwere Surfer

Kein Fenster

Einen Testbericht des Nachfolgers Slingshot Slingwing V3 findest du HIER