Das Wingboard Vayu Fly im TestFoto: Marius Gugg

ProdukteDas Wingboard Vayu Fly im Test

Manuel Vogel 

16.9.2021, Lesezeit: 3 Minuten

Mit dem Fly bietet Hersteller Vayu ein preiswertes und kompaktes Wingboard an, welches in drei Größen mit 90, 110 und 130 Litern verfügbar ist. Wir haben das Wingfoil-Brett ausgiebig getestet.

An Land:

Mit 1199 Euro gehört das Modell Fly zu den günstigeren Modellen auf dem Markt, liegt aber mit gemessenen 7,52 Kilo beim Gewicht noch im normalen Bereich. Im Vergleich zum zweiten Modell der Vayu-Range, dem FlyR, soll das Fly mit breiteren Bug- und Heckpartien etwas mehr auf Ein- und Aufsteiger ausgerichtet sein. Trotzdem fällt die von uns getestete Größe mit 90 Litern bei einer Länge von 5’0’’ (152 Zentimeter) für ein Wingboard dieses Volumens sehr kompakt aus. Die verbaute Doppelschiene ist etwas kürzer als bei manch anderem Brett auf dem Markt, trotzdem konnten wir im Test unterschiedliche Foils weitgehend passend montieren. Das Unterwasserschiff geht im Heckbereich verrundet in ein “Pumptail” über. Die Kanten wurden stark angeschrägt (”Bevels”), um das Wingboard beim ungewollten Absetzen sanft wieder auf den Weg nach oben zu schicken. Zum Lieferumfang gehören keine Schlaufen.

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Auf dem Wasser:

Im Dümpeln hat uns das Vayu Fly 90 etwas an das Naish Hover erinnert, denn es gehört ebenfalls zu der Sorte Boards, die, verglichen mit anderen 90-Liter-Modellen, etwas kleiner wirken. Um die Längsachse liegt das Fly zwar stabil im Wasser, die reduzierte Gesamtlänge und die Tatsache, dass der Bug etwas schmaler zuläuft als bei anderen Konzepten, bedeutet aber, dass man das Brett um die Querachse sensibel belasten sollte.

Das Vayu Fly Wingboard ist besonders kompaktFoto: Marius Gugg
Das Vayu Fly Wingboard ist besonders kompakt
Das Vayu Fly Wingboard ist besonders kompaktFoto: Marius Gugg
Das Vayu Fly Wingboard ist besonders kompakt

Beim Anfahren zeigt der Shape zwei Gesichter: Steht man passiv an Deck und versucht ohne Pumpzüge des Wings oder Anpumpen des Foils auf Speed zu kommen, spürt man etwas höheren Fahrwiderstand und eine verzögerte Beschleunigung. Dieses Manko kann man allerdings weitgehend ausgleichen, wenn man – wie es für fortgeschrittene Wingsurfer selbstverständlich ist – aktiv anpumpt. Vor allem das Pumpen übers Foil gelingt gut und man kann die untere Windgrenze fürs Abheben spürbar drücken. Einmal in der Luft, kann das Vayu Fly dann seine Stärken voll ausspielen: Es wirkt klein, kompakt und hängt dadurch bestens kontrollierbar am Fuß – egal, ob man durch Halsen und andere Manöver cruist, oder durch 360s rotiert.

Hängt in der Luft wunderbar kompakt am Fuß – das Vayu FlyFoto: Marius Gugg
Hängt in der Luft wunderbar kompakt am Fuß – das Vayu Fly
Hängt in der Luft wunderbar kompakt am Fuß – das Vayu FlyFoto: Marius Gugg
Hängt in der Luft wunderbar kompakt am Fuß – das Vayu Fly

Fazit:

Das Vayu Fly überzeugt als sehr kompaktes und agiles Wingboard zum Freeriden, Freestylen und in der Welle gleichermaßen. Wingsurf-Einsteigern dürfte der Shape etwas zu viel Einsatz beim Starten und Anfahren abverlangen – im Zweifel wählt man das Board lieber eine Nummer größer. Wer die entsprechende Pumptechnik mal raus hat, kann die Stärken des Vayu Fly aber voll auskosten.

Kompakt in der Luft

Passives Anfahren

Keine Schlaufen im Lieferumfang