Das Patrik A.I.O. Wingfoil-Board im TestFoto: Marius Gugg

ProdukteDas Patrik A.I.O. Wingfoil-Board im Test

Manuel Vogel 

14.1.2022, Lesezeit: 3 Minuten

Das Patrik A.I.O. wurde ursprünglich als Crossoverboard zum Wingen und Windsurf-Foilen konzipiert. Was davon in der Größe 5’2 noch übrig bleibt? Wir haben es getestet.

Die Marke Patrik dürfte in erster Linie Windsurfern vertraut sein, hat aber mittlerweile mit Wings, Foils und eben Boards das Portfolio deutlich erweitert.

Zwei Boxsysteme und Minifinne – das Patrik A.I.O. an Land:

Das Modell A.I.O. wurde ursprünglich als Crossoverboard zum Windsurf-Foilen und Wingsurfen konzipiert – daher auch der Name “A.I.O.”, dieser steht für “All In One”. In der Größe mit 135 Litern (6’6’’) haben wir euch dieses Board im Rahmen unseres großen “Test Crossoverboards” bereits vorgestellt. In der Testgröße mit 95 Litern (5’2) bleibt vom Doppelnutzen, wie zu erwarten, wenig übrig – das Patrik A.I.O. wird nicht mit einer Mastschiene zur Befestigung eines Segels ausgestattet. Bei einer kompakten Länge von 157 Zentimetern würde dies auch kaum Sinn machen. Trotzdem kann und will der A.I.O. seine Windsurf-Gene nicht komplett verleugnen, das Wingboard ist, zusätzlich zur üblichen Doppelschiene, noch mit einer Foilbox ausgestattet, in der auch entsprechende Windsurf-Foils montiert werden können.

Foto: Marius Gugg
Foto: Marius Gugg

Wer also bereits ein Windsurf-Foil mit einem für die Foilbox/Tuttlebox passenden Kopf besitzt, kann dieses in diesem Board nutzen. Die Doppelschiene bietet freilich mehr Spielraum für die passende Positionierung des Foils, trotz der beiden verbauten Boxen war unser Testboard mit gemessenen 5,85 Kilo vergleichsweise leicht.

Welche Schlaufenpositionen das Patrik A.I.O. bietet, warum statt eines Tragegriffs eine Minifinne im Unterwasserschiff verbaut wird und was es zur Konstruktion zu sagen gibt, erfahrt ihr auch diesmal in unserer Produktvorstellung auf unserem YouTube-Kanal.

Auf dem Wasser:

Um die Wippachse macht sich der recht schmale Bug durchaus bemerkbar und man muss diesen beim Aufstehen und Starten etwas sensibler belasten. Dafür bietet das breite Patrik A.I.O. mit seinen voluminösen Rails und dem dicken Heck um die Längsachse besonders viel Kippstablilität. Auf dem flachen Deck steht man sowohl beim Dümpeln als auch beim Foilen überaus bequem. Da alle erdenklichen Plugpositionen zur Verfügung stehen, bietet das Brett die Möglichkeit für jedes Foil ein passendes Setup einzustellen (allgemeine Tipps zum passenden Foil-Schlaufen-Setup gibt’s HIER).

Patrik A.I.O. – schlanker Bug, breites HeckFoto: Marius Gugg
Patrik A.I.O. – schlanker Bug, breites Heck
Patrik A.I.O. – schlanker Bug, breites HeckFoto: Marius Gugg
Patrik A.I.O. – schlanker Bug, breites Heck

Im Unterwasserschiff hat Shaper Patrik Diethelm dem Board eine scharfe Abrisskante verpasst, ein Konzept welches sich auch bei Windsurf- und Windfoilboards bewährt hat. Diese sorgt für einen sauberen Wasserabriss während der Angleitphase, was sich in einem angenehm geringen Fahrwiderstand beim Anpumpen und Abheben niederschlägt. Pumpzüge und den Zug des Wings setzt man auf dem Patrik A.I.O. daher gut in Vortrieb um. Wenn man mal ungewollt absetzt oder beim Höhelaufen eine Kabbelwelle trifft, senden einen die angeschrägten Kanten sanft wieder nach oben – eine Charakteristik, die nicht nur weniger geübten Wingsurfern entgegen kommt.

Beim Tricksen hängt der Patrik A.I.O. leicht am FußFoto: Marius Gugg
Beim Tricksen hängt der Patrik A.I.O. leicht am Fuß
Beim Tricksen hängt der Patrik A.I.O. leicht am FußFoto: Marius Gugg
Beim Tricksen hängt der Patrik A.I.O. leicht am Fuß

Beim sportlichen Freeriden und in Manövern wie Halsen oder Wenden ist die üppige Boardbreite von 67 Zentimetern sicher kein Nachteil. Bei Sprüngen und Freestyle-Tricks profitiert das Board zwar in der Luft von seinem geringen Gewicht, nur beim Landen von Freestyle-Tricks erscheint erscheint der Heckshape mit den tiefen Cutouts nicht ganz so fehlerverzeihend wie Bretter mit herkömmlich geshaptem Unterwasserschiff.

Fazit:

Das Patrik A.I.O. überzeugt mit sportlichen Fahrleistungen, geringem Gewicht und einer einfachen Fahrcharakteristik Wingfoil-Aufsteiger und sportliche Freerider gleichermaßen. Zumindest den Einstieg in die Welt des Freestyle macht das Board trotz seines Volumens von 95 Litern ebenfalls problemlos mit.

Einsatzbereich; Gewicht

Tragekomfort

Preis