Das Crossoverboard I-99 Volare im Test

ProdukteDas Crossoverboard I-99 Volare im Test

Manuel Vogel 

14.10.2021, Lesezeit: 3 Minuten

Die italienische Marke I-99 hat mit dem Crossoverboard Volare ebenfalls ein Modell im Programm, welches einen Doppelnutzen aus Wingsurfen und Windsurf-Foilen bieten soll. Wir haben das Board getestet.

An Land:

“Volare” – das bedeutet auf italienisch “fliegen”. Das Flugobjekt Volare ist in einer einzigen Größe verfügbar, diese bringt es auf 130 Liter und eine recht kompakte Länge von 205 Zentimeter (6’7’’). Mit nur 7,5 Kilo fällt das Board sehr leicht aus. An Deck gibt’s ein großflächiges Pad, zum Wingfoilen ist eine weit innen und vorne liegende Schlaufenposition vorgesehen. Für den Windsurfeinsatz nutzt man die zweite, weiter außen liegende Plugreihe. Dafür muss muss dann allerdings zwei zusätzliche Fußschlaufen aus dem Hut zaubern, denn die mitgelieferte, zusammenhängende Doppelschlaufe kann dafür nicht verwendet werden.

Das I-99 Crossoverboard bietet zwei Plugreihen für die SchlaufenFoto: Stephan Gölnitz
Das I-99 Crossoverboard bietet zwei Plugreihen für die Schlaufen
Das I-99 Crossoverboard bietet zwei Plugreihen für die SchlaufenFoto: Stephan Gölnitz
Das I-99 Crossoverboard bietet zwei Plugreihen für die Schlaufen

Auf dem Wasser:

Maximale Wingfoil-Eignung kann man dem Volare auf jeden Fall für Wing-Einsteiger, schwere Wingsurfer und böige Leichtwindreviere bescheinigen. Die 130 Liter Volumen bieten reichlich Auftrieb, schmelzen aber nach dem Abheben gefühlt deutlich zusammen. Das Resultat: Du stellst dich mit dem Wing in der Hand mühelos hin, schlüpfst in die vordere Schlaufe und stehst stabil und ausbalanciert.

Das Crossoverboard I-99 Volare 130Foto: I-99
Das Crossoverboard I-99 Volare 130
Das Crossoverboard I-99 Volare 130Foto: I-99
Das Crossoverboard I-99 Volare 130

Das Board lässt sich wegen des schnabelförmigen Hecks im typischen Wingboard-Design gut unterstützend mit den Beinen und schon bei geringer Geschwindigkeit frei pumpen. In der Luft wirkt das Board, bei dem das Volumen überwiegend in der Dicke steckt, klein, kompakt und reagiert gut auf Pumpen und Steuerimpulse. Das Board animiert trotz 130 Litern bereits zum Springen und dazu, Tricks auszuprobieren, bietet dabei aber reichlich Volumen zum stilvollen „Nach-Hause-Dümpeln“ als Alternative zur Schwimmeinlage auf den meist viel kleineren, radikalen Wingfoil-Boards der Klasse unter 100 Liter.

Das Crossoverboard I-99 Volare im Windsurf-EinsatzFoto: I-99
Das Crossoverboard I-99 Volare im Windsurf-Einsatz
Das Crossoverboard I-99 Volare im Windsurf-EinsatzFoto: I-99
Das Crossoverboard I-99 Volare im Windsurf-Einsatz

In der Windsurfwelt stellt das Board etwas höhere Ansprüche, wobei es nicht ausgesprochen schwierig zu fliegen wäre. Auf dem Deck ist genügend Platz bei der Halse, mit einem sportlichen Foil lässt es sich gut ankanten, die Schlaufen sind als ausgewogener Kompromiss für eine gute Mischung aus Manöver und Speed gleichermaßen positioniert. Durch den sehr kompakten Trimm steht man mehr mit Belastung auf dem vorderen Fuß, eine typische Foilhaltung, weniger wie beim klassischen Windsurfen. Vor allem auch Foil-Freestyler bevorzugen diesen Stance. Die drei mitgelieferten Schlaufen passen zwar sehr gut zum Wingfoilen, zum Windsurf-Foilen benötigt man, wie erwähnt, vorne zwei Einzelschlaufen. Das Board wirkt mit Segel klein und sportlich, ließ sich mit dem von uns beim Testen verwendeten Starboard Supercruiser Foil gut ankanten und kontrollieren.

Fazit:

Das I-99 Volare Crossoverboard bietet 100 Prozent Wingsurf-Eignung plus 80 Prozent Windsurf-Foiling – und damit ein überzeugendes Gesamtpaket. Verpackt ist dies alles in einem klein wirkenden Board mit reichlich Sicherheitsvolumen, welches im Wing-Einsatz von ersten Rundflügen bis hin zu kleinen Jumps alles mitmacht.

Kompakt & leicht

Tragegriff rutschig

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