Axis BSC 970 – das Wingsurf Allround-Foil im TestFoto: Marius Gugg

ProdukteAxis BSC 970 – das Wingsurf Allround-Foil im Test

Manuel Vogel 

11.1.2022, Lesezeit: 3 Minuten

Das Axis BSC 970 soll einfaches Fahrverhalten, Speed und Kontrolle vereinen. Im Test lest ihr, für welche Zielgruppe dieses Foil-Konzept aufgeht.

Hersteller Axis versorgt sämtliche Wassersport-Sparten mit einem breiten Foil-Sortiment. Die BSC-Linie – BSC steht für “Broad Spectrum Carve” – soll dabei die größte Zielgruppe ansprechen und, abhängig von der gewählten Flügelgröße, zum Prone-Surfen, Kiten, Wingfoilen oder SUP-Foilen einsetzbar sein. Generell ist die Axis-Foilrange modular aufgebaut, viele Front- und Heckflügel, Masten und Fuselages können kombiniert werden.

Passgenau und wertig – das Axis BSC 970 an Land:

Wir haben das Axis BSC 970 getestet, ein Foil, welches mit 1572 cm2 Frontflügel und einer Medium Aspect Ratio ein einfaches Fahrverhalten mit ordentlichem Speedpotential kombinieren soll und damit sowohl für Wingfoil-Einsteiger als auch Fortgeschrittene Winger empfohlen wird.

Mit gemessenen 4,85 Kilo ist das BSC 970 nicht federleicht, liegt aber im normalen Bereich. Vor dem Hintergrund einer überdurchschnittlich robust wirkenden Verarbeitung, ist das Gewicht aber mehr als akzeptabel. Der 80 Zentimeter messende Foilmast sitzt über einen passgenauen Kopf bombenfest in der Fuselage und wird mit langen M8-Schrauben fixiert.

Das Verbindungsstück zur Fuselage wird in den Mast eingeschoben, die Verbindung dadurch versteiftFoto: Manuel Vogel
Das Verbindungsstück zur Fuselage wird in den Mast eingeschoben, die Verbindung dadurch versteift
Das Verbindungsstück zur Fuselage wird in den Mast eingeschoben, die Verbindung dadurch versteiftFoto: Manuel Vogel
Das Verbindungsstück zur Fuselage wird in den Mast eingeschoben, die Verbindung dadurch versteift

Auch die Verbindungen der Flügel zur Fuselage erscheinen grundsolide und äußerst passgenau – auch hier werden am Frontwing dicke M8-Torx-Schrauben verwendet. Der Frontflügel aus Carbon sitzt dabei auf einer vorne verbreiterten Fuselage aus Aluminium. Durch die in diesem Bereich größere Auflagefläche sollen die auftretenden Hebelkräfte besser kontrolliert und die Haltbarkeit bei Sprüngen und Freestyletricks verbessert werden.

Die zu verwendenden Schraubenlängen sind bei Axis aufgedruckt
Die zu verwendenden Schraubenlängen sind bei Axis aufgedruckt
Die Auflagefläche des Frontflügels wurde verbreitert, vier Schrauben fixieren den Frontflügel an der Fuselage
Die Auflagefläche des Frontflügels wurde verbreitert, vier Schrauben fixieren den Frontflügel an der Fuselage
Die zu verwendenden Schraubenlängen sind bei Axis aufgedruckt
Die zu verwendenden Schraubenlängen sind bei Axis aufgedruckt
Die Auflagefläche des Frontflügels wurde verbreitert, vier Schrauben fixieren den Frontflügel an der Fuselage
Die Auflagefläche des Frontflügels wurde verbreitert, vier Schrauben fixieren den Frontflügel an der Fuselage
Die Auflagefläche des Frontflügels wurde verbreitert, vier Schrauben fixieren den Frontflügel an der Fuselage
Die zu verwendenden Schraubenlängen sind bei Axis aufgedruckt

Ebenfalls eine gute Idee: Die zu verwendenden Schraubenlängen sind jeweils an den entsprechenden Stellen aufgedruckt, Verwechslungen bei der Montage sind damit ausgeschlossen.

Im Vergleich zu anderen Foils auf dem Markt sitzt beim BSC 970 der Frontflügel – und damit auch der Druckpunkt – einige Zentimeter weiter vor dem Mast. Dies bedeutet, dass man das Axis BSC 970 bei den meisten Boards eher im hinteren Drittel der Box montiert. Allgemeine Tipps zum Finden der richtigen Foil- und Schlaufenposition gibt’s HIER.

Auf dem Wasser:

Wir haben das Axis BSC 970 mit verschiedenen Boards (Kold-Shapes, Patrik, Naish) und Wings (RRD, Ocean Rodeo, Vayu) ausprobiert. Überzeugt hat uns in jedem Fall die überaus berechenbare Charakteristik beim Abheben.

Der Abheben erfolgt beim Axis BSC 970 sehr berechenbar und harmonischFoto: Manuel Vogel
Der Abheben erfolgt beim Axis BSC 970 sehr berechenbar und harmonisch
Der Abheben erfolgt beim Axis BSC 970 sehr berechenbar und harmonischFoto: Manuel Vogel
Der Abheben erfolgt beim Axis BSC 970 sehr berechenbar und harmonisch

Beim Beschleunigen baut das Foil gleichmäßig Druck auf, hebt sanft ab und bleibt auch bei niedrigen Geschwindigkeiten stabil angeströmt, eine Eigenschaft, von der man sowohl in Manövern, als auch beim Pumpen auf kleinen Dünungswellen profitiert.

Um die Längsachse liegt das Axis BSC 970 in Kombination mit dem 400er Heckflügel vergleichsweise richtungsstabil im Wasser. Das bedeutet, dass es nicht extrem spielerisch in Turns und sonstige Richtungswechsel geht, sondern etwas mehr Druck benötigt. Dafür bietet es in Manövern dann ein durchweg gutmütiges Fahrgefühl und verzeiht auch mal einen Fehltritt oder Belastungsfehler. Unser Tipp: Wer es etwas agiler liebt, kann das Foil auch mit dem etwas kleineren Heckflügel (z.B. 390er oder 370er) kombinieren. Das Speedpotential kann sich für Foils dieses Typs und dieser Größe absolut sehen lassen, Sprünge und erste Freestyletricks sind mit dem BSC 970 ebenfalls locker drin.

Auch Sprünge sind mit dem BSC 970 kein ProblemFoto: Manuel Vogel
Auch Sprünge sind mit dem BSC 970 kein Problem
Auch Sprünge sind mit dem BSC 970 kein ProblemFoto: Manuel Vogel
Auch Sprünge sind mit dem BSC 970 kein Problem

Natürlich reizt man in Böen auch das Speedpotential dieses Foils unweigerlich aus, erfreulicherweise hat das BSC 970 aber nie die Tendenz, unkontrolliert zu steigen.

Fazit:

Das Axis BSC 970 Foil wirkt hochwertig verarbeitet und deckt mit einer super Kombi aus Lift, Kontrolle und Speed einen großen Einsatz- und Windbereich ab. Es eignet sich sowohl zum entspannten Freeriden, als auch für erste Sprünge und Tricks sowie das Absurfen moderater Dünungswellen und damit für eine maximal große Zielgruppe.

Passgenauigkeit; Einsatzbereich; Easy zu surfen

Höherer Preis

https://axisfoils.com/