Ausprobiert: ION Savety FußschlaufeFoto: Manuel Vogel

ProdukteAusprobiert: ION Savety Fußschlaufe

Manuel Vogel 

30.9.2021, Lesezeit: 2 Minuten

Das Problem bei Stürzen unkontrolliert in der Fußschlaufe hängen zu bleiben, kennen die meisten Foiler. ION bringt jetzt mit der “Savety Strap” eine Schlaufe, die wie eine Sicherheitsbindung auslösen und vor Verletzungen schützen soll. Wir haben sie ausprobiert.

Verletzungen an den Sprunggelenken gehören zu den häufigsten Problemen, mit denen Wingsurfer zu kämpfen haben, vor allem, weil das durch das Foil teilweise große Kräfte auf die Sprunggelenke übertragen werden. Häufigste Fälle: Bei einem Sprung oder Manöver rutscht man mit einem Fuß aus der Schlaufe und bleibt mit dem zweiten hängen, oder das Board kippt hoch und man fällt gegen die Kipprichtung.

Die ION Savety Strap soll in solchen Fällen auslösen wie eine Skibindung. Kann das funktionieren?

Die ION Savety Fußschlaufe – eine Skibindung fürs Wasser?

Die Schlaufe selbst ist in der Mitte zweigeteilt und kann bei Belastung auseinander gleiten. Zusammengehalten werden die beiden Hälften über einen Klettverschluss.

Die ION Savety Fußschlaufe ist zweigeteilt und wird über ein Klett zusammengehaltenFoto: Manuel Vogel
Die ION Savety Fußschlaufe ist zweigeteilt und wird über ein Klett zusammengehalten
Die ION Savety Fußschlaufe ist zweigeteilt und wird über ein Klett zusammengehaltenFoto: Manuel Vogel
Die ION Savety Fußschlaufe ist zweigeteilt und wird über ein Klett zusammengehalten

Ein unter dem Klett befindliches Neoprencover lässt sich so verschieben, dass das Klett die beiden Hälften unterschiedlich fest verbindet – das resultiert dann in den drei Einstellungsmöglichkeiten – “light”, “medium” oder “strong”.

ION Savety Strap in der “Medium-Einstellung”Foto: Manuel Vogel
ION Savety Strap in der “Medium-Einstellung”
ION Savety Strap in der “Medium-Einstellung”Foto: Manuel Vogel
ION Savety Strap in der “Medium-Einstellung”

In der Praxis funktioniert das Prinzip durchaus wie geplant. Stellt man die Fußschlaufe z.B. auf “light” ein, reicht bereits sehr wenig Zug, um das Klett durchrutschen zu lassen und den Fuß freizugeben. Auf “strong” eingestellt, sind hingegen sehr hohe Kräfte nötig, um die Hälften zu entzweien – zumindest im Neuzustand der Schlaufe. Aber das System bietet auch Schattenseiten: Die Möglichkeiten zur Einstellung der Größe sind limitiert, denn der übliche Verstellmechanismus wurde ja der Grundidee der Savety Strap geopfert. Die Schlaufe bietet auf jeder Seite drei Löcher, durch welche die Strap am Board verschraubt werden kann – es ergeben sich dadurch sechs Größeneinstellungen, die zumindest die meisten Schuhgrößen abdecken. Problematisch könnte es nur für Leute mit sehr großen (> Größe 47 + Schuhe) oder sehr kleinen Füßen (< Größe 37, barfuß) werden, je nachdem wie man seine Fußschlaufen gerne fährt. Und auch die Frage, wie gut das zusammenhaltende Klett nach einiger Zeit im Dauereinsatz mit Sand und Salz seinen Dienst noch verrichten kann, darf gestellt werden.

Fazit:

Wer Angst vor Fußverletzungen oder beim Foilen bereits schlechte Erfahrungen mit einem lädierten Sprunggelenk gemacht hat, könnte mit der ION Savety Fußschlaufe endlich eine praktikable und durchaus pfiffige Lösung für seine Probleme finden. Mit 39,95 Euro pro Schlaufe ist die ION Savety Strap allerdings deutlich teurer als herkömmliche Schlaufen.

Weitere Infos gibt’s HIER