So findest du die richtige Foil-Position beim WingsurfenFoto: Sailing Energy

So findest du die richtige Foil-Position beim Wingsurfen

Manuel Vogel

 6/30/2022, Lesezeit: 3 Minuten

Wer entspannt Wingfoilen möchte, muss Schlaufen- und Foil-Position aufeinander abstimmen. Wie du auf dem Wasser schnell erkennst, ob dein Foil an der richtigen Stelle sitzt, verraten wir dir im Folgenden.

Das Ziel beim Wingfoilen ist es, mit gleichmäßigem Druck auf beiden Beinen zu surfen. Damit dies der Fall ist, muss die Abstimmung von Stand- bzw. Schlaufenposition und Foilposition passen.

Der ideale Foil-Trimm

Im Normalfall sitzt der Foilmast etwa unter der hinteren Schlaufe. Der gesamte Auftrieb des Foils wird vom Frontflügel produziert. Die Position des Frontflügels unter dem Board ist abhängig von der Länge der Fuselage (=Längsträger, auf dem die Flügel montiert sind). Es gibt Foils, da sitzt der Frontflügel unmittelbar vor dem Mast, bei anderen sitzt der Frontflügel – und damit auch der Druckpunkt – auf einer längeren Fuselage fünf bis 20 Zentimeter vor dem Mast.

Typische Foil-Position: Der Mast sitzt unter der hinteren Schlaufe, der Frontflügel zwischen den SchlaufenFoto: Marius Gugg
Typische Foil-Position: Der Mast sitzt unter der hinteren Schlaufe, der Frontflügel zwischen den Schlaufen

Dies bedeutet, dass – je nachdem welches Foil man unters Board schraubt – eine andere Position in der Box ausgewählt werden muss, damit die Druckverteilung passt.

So erkennst du, ob die Foil-Position passt

Das jeweils passende Setup zu finden fällt vor allem Neueinsteigern ins Wingsurfen mitunter schwer. Gehe dabei schrittweise wie folgt vor:

  • Wenn du deine Board-Foil-Kombi noch nie gefahren bist, montiere die Schlaufen in einer mittleren Position, das Foil ebenfalls in der Mitte der Schiene und gehe erstmal aufs Wasser.
  • Problem 1: Hast du das Gefühl, die Boardnase kommt nicht richtig hoch und du musst permanent Druck aufs hintere Bein geben, um den Bug oben zu halten? Stürzt dir in Manövern der Bug schnell ab? Dann schiebe das Foil und damit den Druckpunkt einige Zentimeter weiter nach vorne. Reicht diese Maßnahme immer noch nicht aus, um mit gleicher Druckverteilung unterwegs zu sein, montiere die Schlaufen schrittweise weiter hinten.
  • Problem 2: Hast du umgekehrt das Gefühl, den Bug kaum unten halten zu können und permanent “hochnäsig” über Wasser zu fliegen? Musst du in Böen viel Druck aufs vordere Bein geben, um den Bug zu belasten und das Foil im Wasser zu halten? Dann schiebe das Foil in der Box einige Zentimeter weiter zurück! Reicht diese Maßnahme immer noch nicht aus, um mit gleicher Druckverteilung unterwegs zu sein, montiere die Schlaufen schrittweise weiter vorne.
Entspanntes Cruisen geht nur mit passender Foil-PositionFoto: Jean Louis Deheeckeren
Entspanntes Cruisen geht nur mit passender Foil-Position

Leider gibt es auch einige Brett-Foil-Kombinationen, die einfach nicht zusammenpassen. Hat man z.B. ein Brett, welches die Box sehr weit hinten eingebaut hat und kombiniert dieses mit einem Foil, bei dem der Frontwing auf einer kurzen Fuselage ebenfalls weit hinten am Mast sitzt (= Druckpunkt des Foils weit hinten), lässt sich das Foil unter Umständen einfach nicht weit genug vorne verschieben, um den Auftrieb zwischen die Füße zu bekommen. Dann bleibt nur noch, eine der Komponenten, Board oder Foil, zu tauschen.

Wir versuchen bei unseren Tests daher, immer unterschiedliche Foils in den Testboards auszuprobieren und weisen auf problematische Kombinationen und mögliche Einschränkungen hin.

Viel Spaß beim Tunen!