Sicherheit beim Wingsurfen – Paddeln mit dem Wing

Manuel Vogel

 · 28.06.2022

Sicherheit beim Wingsurfen – Paddeln mit dem WingFoto: Marion Neumair

Beim Wingsurfen kann es zu Beginn vorkommen, dass man nach Lee abtreibt und nicht gleich in der Lage ist, surfend zurück zum Ausgangspunkt zu kreuzen. Auch ein beschädigter Wing kann zum Paddeln verdammen. Wie das Paddeln mit dem Wing funktioniert, erfährst du hier.

Wer das Wingfoilen lernt, kann – ähnlich wie beim Kiten oder Windsurfen – zu Beginn meist noch nicht die Höhe halten. Bei jedem Sturz und den darauffolgenden Versuchen des Neustarts treibt einen der Wind unweigerlich nach Lee ab. Deshalb ist es wichtig, sich für den Start ein Revier zu suchen, wo der Wind nicht ablandig weht. In jedem Fall sollte man wissen, wie das Paddeln mit dem Wing funktioniert, denn auch als geübter Winger kann es ja mal sein, dass der Wind einfach einschläft oder man ein Materialproblem hat, etwa eine geplatzte Fronttube am Wing.

Auf einem SUP- oder Longboard drehst du dazu den Wing mit der Oberseite nach unten und legst diesen aufs Heck deines Boards. Lege dich mit dem Bauch aufs Board und platziere die Füße auf der Fronttube, auf diese Weise verhinderst du, dass der Wind den Wing vom Board weht. Nun kannst du zügig gegen den Wind paddeln.

Auch kurzen Boards zieht man sich den Wing auf die BeineFoto: Fabio Rizzo
Auch kurzen Boards zieht man sich den Wing auf die Beine

Etwas mühsamer ist das Paddeln auf kurzen Foilbrettern. Auch beim Paddeln musst du den Wing gegen Wegfliegen sichern. Die Leash vom Handgelenk zu lösen und an der Schlaufe des Boards zu fixieren, erleichtert zwar das Paddeln, ist allerdings nicht ohne Risiko. Alternativ kannst du die Leash nur lockern und an den Oberarm schieben, sofern sie dich am Handgelenk zu sehr behindert. Lege dich auch hier mit dem Bauch aufs Board und ziehe den Wing mit der Front Tube auf deine Beine, auf diese Weise hängt er nicht zu sehr im Wasser und bremst dich.

Die vorgestellte Paddeltechnik funktioniert in erster Linie zum Paddeln direkt gegen den Wind. Quer zum Wind bleibt es oft ein schwieriges Unterfangen. Auch kann es passieren, dass dir bei einem Sturz die Fronttube des Wings platzt. Damit dieser nicht wie ein riesiger Treibanker hinterherschleift, musst du diesen zuerst komplett entlüften. Setze dich aufs Board, öffne die Ventile und krempele den Wing von den Flügelspitzen her zusammen.

Einen kaputten Wing rollt man am besten zusammen und legt sich darauf. Auf diese Weise geht er beim Paddeln nicht verlorenFoto: Marius Gugg
Einen kaputten Wing rollt man am besten zusammen und legt sich darauf. Auf diese Weise geht er beim Paddeln nicht verloren

Das Bündel kannst du nun auf dem Deck platzieren und dich zum Paddeln darauf legen. Auf diese Weise bremst der Wing nicht zu stark und geht nicht verloren.

Savety-Tipp: Wer es aus eigener Kraft nicht mehr zurück nach Luv schafft, bleibt immer beim Material – hier wird man gesehen und hat eine sichere Rettungsinsel. Um ein schnelles Abtreiben zu vermeiden, sollte der Wing dann im Wasser liegen bleiben. Mache durch Winken und das Notzeichen auf dich aufmerksam – strecke die Arme seitlich aus und kreuze sie über dem Kopf.

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