So kannst du Wingsurfen lernen in der Welle – Teil 3Foto: bulgenslag.de

How to WingsurfSo kannst du Wingsurfen lernen in der Welle – Teil 3

Frithjof Blaasch 

25.8.2021, Lesezeit: 3 Minuten

Schlechte Wavebedingungen – dank Wingfoilen gibt’s das kaum noch, denn mit einem Foil werden schlappe Dünungswellen zur perfekten Spielwiese. Worauf es beim Wingsurfen lernen in der Welle ankommt, zeigen wir euch hier.

Wenn ihr bereits Boardsport-Vorerfahrungen habt (z.B. Wellenreiten, Skaten, Snowboarden) ist es zu Beginn leichter, sich so auf dem Board hinzustellen, dass ihr beim Wellenabreiten in eurer Lieblingsposition steht. Bevorzugt ihr naturgemäß den linken Fuß vorne, surft ihr “regular”. Fühlt ihr euch mit dem rechten Fuß vorne wohler, outet ihr euch als Goofy-Fahrer*in. Je nach Windrichtung (Wind von links oder rechts) kann es daher sinnvoll sein, das Rausfahren gegen die Welle mit dem “falschen” Fuß vorne zu erledigen, damit ihr euch nach dem Umdrehen mit eurer natürlichen Fußstellung auf der Welle wiederfindet. Vor den ersten Ausflügen in die Welle, solltet ihr also halbwegs sicher in verdrehter Fußstellung (”switch”) surfen und umdrehen können.

Die Wellenenergie nutzen

Vielleicht habt ihr schon beobachtet, dass Wingfoiler vor größeren Wellen den Wing in der Regel einfach hinterher fliegen lassen und diesen dann nur an der vorderen Griffschlaufe halten. Am Anfang reicht es aber, den Wing nur in neutraler Position über den Kopf zu ziehen. Wie das geht, sehr ihr in der folgenden Bilderstrecke.

Zur Erinnerung: Der Wingfoiler in unserem Beispiel fährt am liebsten “goofy”, also mit dem rechten Fuß vorne. Bei Wind von rechts reitet er daher die Welle in verdrehter Fußstellung ab.

6. Wirst du langsamer, hole den Wing wieder dosiert dicht
6. Wirst du langsamer, hole den Wing wieder dosiert dicht
Foto: bulgenslag.de
1. Halte mit dichtgeholtem Wing Ausschau nach einer kleinen Dünungswelle
1. Halte mit dichtgeholtem Wing Ausschau nach einer kleinen Dünungswelle
Foto: bulgenslag.de
2. Positioniere dich auf einem kleinen Wellenhang
2. Positioniere dich auf einem kleinen Wellenhang
Foto: bulgenslag.de
3. Sobald du Schub durch die Welle bekommst, ziehe den Wing in einen neutrale Position über den Kopf ("off")
3. Sobald du Schub durch die Welle bekommst, ziehe den Wing in einen neutrale Position über den Kopf ("off")
Foto: bulgenslag.de
4. Passe deinen Kurs so an, dass du auf dem Wellenhang bleiben kannst
4. Passe deinen Kurs so an, dass du auf dem Wellenhang bleiben kannst
Foto: bulgenslag.de
5. Selbst Miniwellen erzeugen schon genügend Schub, um ohne Zug im Wing zu foilen
5. Selbst Miniwellen erzeugen schon genügend Schub, um ohne Zug im Wing zu foilen
Foto: bulgenslag.de
6. Wirst du langsamer, hole den Wing wieder dosiert dicht
6. Wirst du langsamer, hole den Wing wieder dosiert dicht
Foto: bulgenslag.de
1. Halte mit dichtgeholtem Wing Ausschau nach einer kleinen Dünungswelle
1. Halte mit dichtgeholtem Wing Ausschau nach einer kleinen Dünungswelle
Foto: bulgenslag.de
1. Halte mit dichtgeholtem Wing Ausschau nach einer kleinen Dünungswelle
2. Positioniere dich auf einem kleinen Wellenhang
3. Sobald du Schub durch die Welle bekommst, ziehe den Wing in einen neutrale Position über den Kopf ("off")
4. Passe deinen Kurs so an, dass du auf dem Wellenhang bleiben kannst
5. Selbst Miniwellen erzeugen schon genügend Schub, um ohne Zug im Wing zu foilen
6. Wirst du langsamer, hole den Wing wieder dosiert dicht

Wingsurfen lernen in der Welle – so steuerst du die Flughöhe

Durch den Schub der Welle, erzeugt euer Foil oft sehr viel Auftrieb, vor allem, bei schnell laufenden und größeren Wellen. Deshalb müsst ihr nun auch die Flughöhe aktiv steuern. Je nach Geschwindigkeit und Größe der Welle kann es sein, dass euer Board anfängt zu steigen, dann müsst ihr den Bug aktiv mit dem vorderen Fuß runter drücken Richtung Wellental.

Boardnase Richtung Wellental, damit das Foil nicht das Wasser verlässt. Foto| bulgenslag.de
Boardnase Richtung Wellental, damit das Foil nicht das Wasser verlässt. Foto| bulgenslag.de
Boardnase Richtung Wellental, damit das Foil nicht das Wasser verlässt. Foto| bulgenslag.de
Boardnase Richtung Wellental, damit das Foil nicht das Wasser verlässt. Foto| bulgenslag.de

Generell gilt: Beim Wellenabreiten bestimmt der vordere Fuß, wo es lang geht. Zum einen bestimmt dieser die Flughöhe, als auch die grobe Richtung in die ihr fahren möchtet. Der hintere Fuß hingegen erledigt schnelle Richtungswechsel, z.B. indem er bei Turns die Kante belastet. Auch wenn der Bug mal droht, einzuspitzeln, wird der hintere Fuß aktiv und übt Druck aufs Heck aus, wodurch der Bug wieder steigt.

Beim Abreiten sollte der hintere Fuß nicht zu stark belastet werden, weil sonst das Foil den Wasserkontakt verliert.Foto: bulgenslag.de
Beim Abreiten sollte der hintere Fuß nicht zu stark belastet werden, weil sonst das Foil den Wasserkontakt verliert.
Beim Abreiten sollte der hintere Fuß nicht zu stark belastet werden, weil sonst das Foil den Wasserkontakt verliert.Foto: bulgenslag.de
Beim Abreiten sollte der hintere Fuß nicht zu stark belastet werden, weil sonst das Foil den Wasserkontakt verliert.

Wenn ihr das Gefühl habt, den Wellenschub über das Foil zu spüren und diesen kontrollieren könnt, ist es an der Zeit, den Wing komplett “off” zu stellen. Worauf es dabei ankommt, erfahrt ihr im vierten Teil unserer Serie – klickt also bald wieder rein!

Ihr habt die ersten Teile verpasst? Hier geht es zu den Artikeln:
Wingsurfen lernen - Wingen in der Welle Teil 1 (Spotwahl, Starten und Anlanden)
Wingsurfen lernen - Wingen in der Welle Teil 2 (Wellen queren)